An einem warmen Sommermorgen trafen sich eine Ehefrau, ihr Mann und ihre gemeinsame Freundesgruppe im Hafen am Bodensee. Die Stimmung war entspannt, alle freuten sich auf den Tag auf dem Wasser.
„Was für ein perfekter Tag zum Segeln“, sagte die Frau lächelnd und setzte ihre Sonnenbrille auf.
„Ja, besser hätten wir es nicht treffen können“, antwortete ihr Mann, während er die Yacht startklar machte.
„Hoffentlich bleibt das Wetter so ruhig“, meinte einer der Freunde und schaute zum wolkenlosen Himmel.
Langsam verließ die Yacht den Hafen und glitt hinaus auf den See. Das Wasser war ruhig, nur kleine Wellen spiegelten das Sonnenlicht wider. Ringsum eröffneten sich wunderschöne Ausblicke auf die umliegenden Ufer, die grünen Hügel und die fernen Alpen.
„Schaut euch diese Aussicht an!“, rief eine Freundin begeistert.
„Der Bodensee ist wirklich etwas Besonderes“, sagte ein anderer und lehnte sich an die Reling.
„Man vergisst hier sofort den Alltag“, fügte der Mann hinzu.
Nach einiger Zeit kam jemand auf die Idee, die Yacht genauer zu erkunden.
„Wollen wir uns eigentlich mal den unteren Bereich anschauen?“, fragte einer der Freunde neugierig.
„Gute Idee“, meinte die Frau. „Ich war noch nie im Laderaum.“
Gemeinsam stiegen sie hinunter in den Bauch der Yacht. Dort war es kühler und etwas dunkler. Sie sahen alte Seile, Kisten, Werkzeug, Rettungswesten und zusammengefaltete Seekarten.
„Wow, hier unten gibt es ja richtig viel zu entdecken“, sagte eine Freundin.
„Das sieht fast aus wie ein kleines Museum“, lachte ein anderer.
Plötzlich blieb einer der Freunde stehen und hielt etwas in der Hand.
„Moment mal… schaut euch das an“, sagte er.
Es war ein kleines, altes Bild. Auf den ersten Blick wirkte es unscheinbar, doch auf der Rückseite standen handgeschriebene Zahlen.
„Sind das Koordinaten?“, fragte die Frau neugierig.
„Sieht ganz danach aus“, antwortete der Mann. „Lass uns das mal ins Navigationsgerät eingeben.“
Wieder an Deck tippten sie die Zahlen in den Navigator ein. Kurz darauf erschien ein Punkt auf der Karte.
„Interessant“, sagte der Mann. „Der Punkt liegt mitten auf dem Bodensee.“
„Gar nicht so weit von hier“, fügte einer der Freunde hinzu.
„Was meint ihr? Sollen wir hinfahren?“, fragte jemand mit einem Grinsen.
Nach kurzem Überlegen waren sich alle einig.
„Warum nicht?“, sagte die Frau. „Ein kleines Abenteuer schadet nie.“
„Dann Kurs auf die Koordinaten!“, rief ein Freund scherzhaft.
Die Yacht änderte langsam ihre Richtung und fuhr ruhig über den See. Die Gespräche wurden lebhafter, alle waren gespannt, ob sie an dem Punkt etwas Besonderes entdecken würden.
Plötzlich – ein Ruck. Die Yacht stoppte abrupt.
„Was war das?!“, rief jemand überrascht.
„Haben wir etwas getroffen?“, fragte eine Freundin erschrocken.
Sofort gingen alle an Deck und schauten ins Wasser.
„Oh nein“, sagte der Mann und schüttelte den Kopf. „Wir sitzen auf Grund.“
Einen Moment lang herrschte Stille, dann musste jemand lachen.
„Na super, das geheimnisvolle Ziel hat uns direkt auf eine Sandbank geführt“, witzelte ein Freund.
Bald lachten alle.
„Zum Glück ist nichts passiert“, sagte die Frau erleichtert.
„Das wird eine gute Geschichte für später“, meinte jemand grinsend.
Mit ruhigen Bewegungen und etwas Geduld gelang es ihnen schließlich, die Yacht wieder frei zu manövrieren. Langsam setzte sie sich wieder in Bewegung.
„Geschafft!“, rief jemand stolz.
„Dann weiter geht’s“, sagte der Mann. „Aber diesmal etwas vorsichtiger.“
Gut gelaunt und voller Lachen setzten sie ihre Fahrt fort. Die kleine Panne hatte die Stimmung nicht getrübt – im Gegenteil, sie machte den Tag auf dem Bodensee nur noch unvergesslicher.
